Ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ihre Beziehung zu wesentlichen Bezugspersonen und zu verschiedenen sozialen Systemen wie Familie, Schul- oder Ausbildungssystem oder Freundeskreis. Je jünger Kinder sind, umso abhängiger sind sie von diesen Systemen und desto mehr werden sie von ihnen geprägt.

Eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie beleuchtet daher sowohl die individuelle als auch die beziehungsdynamische Seite eines Problems, Konfliktes oder einer psychischen Erkrankung vor dem Hintergrund der jeweiligen psychischen Entwicklungsstufe (siehe dazu u.a. die Entwicklungsphasen nach E.H. Erikson). Kinder werden in der psychotherapeutischen Arbeit ihrem Entwicklungs- und Reifestand entsprechend gestärkt und motiviert, mit ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten ihren Platz im jeweils wichtigen System zu finden und Lebenssinn, eine Lebensaufgabe und Lebensfreude zu entwickeln. Spielen und kreativ sein ist zentraler Bestandteil einer Kinder- und Jugendpsychotherapie, da Kinder ganz natürlich über die verschiedenen Spielphasen und Spielarten wichtige kognitive sowie emotionale und soziale Kompetenzen erlernen.